Die Publizistin und Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels Carolin Emcke hielt anlässlich der Jubiläumsfeier der Schwulenberatung Berlin eine bewegende Rede. Darin würdigte sie das langjährige Engagement der Organisation und warnte zugleich vor dem Erstarken autoritärer Tendenzen, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und zunehmender Queerfeindlichkeit, die längst bis in die Mitte der Gesellschaft reichten.
Emcke rief zu ungewöhnlichen Allianzen für Demokratie und Rechtsstaat auf und betonte, dass Menschenrechte unteilbar sind und nur gemeinsam verteidigt werden können. Aus der Geschichte der queeren Bewegung lasse sich lernen, was es jetzt brauche: Selbstbewusstsein, Engagement und vor allem solidarisches Füreinandereinstehen.
Autor / Foto: Thomas Diedrichs